2014 bis 2022
Perspektiven für Brühl und Rohrhof



Zur Situation in Brühl und Rohrhof

Gemeinden wie Brühl stecken in einer Zwickmühle: Sie erhalten weniger finanzielle Zuweisungen als größere Städte, weil Bund und Land davon ausgehen, dass sie weniger Aufgaben zu bewältigen haben. Und von diesen Geldern müssen sie noch einen großen Teil an den Landkreis abführen, der damit gemeinde­übergreifende Aufgaben wahrnimmt. So bleibt, realistisch gesehen, nur wenig Spielraum für große Wahlversprechen.

Doch wir haben in den letzten Jahren unsere Hausaufgaben gemacht. Brühl ist gut aufgestellt. So kann ich zu meinen nachfolgend beschriebenen Vorhaben stehen, und ich werde mich mit aller Kraft und mit meiner ganzen Erfahrung aus 16 Jahren als Ihr Bürgermeister dafür einsetzen. Das ist mein Versprechen an Sie. Mit Hilfe meiner inzwischen langjährigen, guten Kontakte zum Kreis, zur Metropolregion Rhein-Neckar und zum Land Baden-Württemberg und mit Ihrer Unterstützung traue ich mir zu, wieder einiges Gutes für unsere Heimatgemeinde bewirken zu können. Unsere Gemeinde bleibt weiterhin attraktiv, anziehend und finanziell gesund sowie ein Synonym für Familienfreundlichkeit und stellt sich damit den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft. Brühl und Rohrhof bleiben dabei selbstverständlich umweltbewußt, kultur- und sportfreundlich!

Für mich stehen folgende Hauptaufgaben im Vordergrund:

(Klicken Sie bitte auf die jeweilige Überschrift um mehr zu erfahren)

1. Attraktive Gemeindeentwicklung

Mit Sanierungsmitteln will ich den Ortskern in Brühl behutsam und am Bedarf der Menschen orientiert weiterentwickeln: Ältere Menschen benötigen Einrichtungen wie das „Betreute Wohnen“, aber auch junge Familien haben Wohnungsbedarf möglichst in der Nähe von Kindergärten und Schulen, von Lebensmittelge­schäften, von kirchlichen, kulturellen und caritativen Einrichtungen. Was noch nicht ist, das soll in den nächsten zwei Jahren im Ortskern von Brühl ermöglicht werden. Die Sanierung im Bereich des Kirchenvorplatzes soll durch Sitz- und Begegnungsmöglichkeiten, durch Verkehrsberuhigung und integrierte Parkplätze dieses Wohngebiet noch schöner und sicherer für alle Bewohner und Besucher machen. Dennoch ist die Anzahl der zu bauenden neuen Wohnungen und Häuser in diesem Gebiet begrenzt. Um die Grundstückspreise nicht weiter steigen zu lassen, werden zusätzlich die beiden Wohn- und Gewerbegebiete „Bäumelweg“ und „Schütte-Lanz“ in den nächsten vier Jahren besiedelt und in die Infrastruktur mit einbezogen. Brühl wird wachsen und schöner werden.

Schließlich soll nach der Umsiedelung des Fußballvereins 1918 in den Brühler Süden, also in sechs bis acht Jahren, dessen bisheriges Gelände als Wohngebiet zwischen Brühl und Rohrhof erschlossen werden.

Dazu würden die Überlegungen gut passen, die Gemeindeverbindungsstraße „Am Schrankenbuckel“ verkehrsberuhigt auszubauen. Vorschläge, wie die Zufahrt zum Schulzentrum vereinfacht und wie der Geh- und Radweg beim Freibad um einen Parkstreifen erweitert werden könnte, wird unsere Verwaltung noch in diesem Jahr vorlegen.

2. Gesunde Gemeindefinanzen

Als Gemeinderat und Bürgermeister setze ich mich seit 1989 erfolgreich für solide Gemeindefinanzen ein. Das soll auch so bleiben. Neubauten und Erweiterungssanierungen wird es nur bei klar nachgewiesenem Bedarf geben. Die Verwaltungskosten werden laufend überprüft, Energie wird eingespart, wo es sinnvoll ist. Neue Schulden sollen möglichst vermieden werden – und wenn, dann höchstens in Form von zinsgünstigen öffentlichen Darlehen. Es gilt: Immer müssen mehr Rücklagen als Schulden vorhanden bleiben.

Wie bisher wird die Gemeinde Grundstücke ankaufen, um sie später für Baumaßnahmen oder Ausgleichsmaßnahmen einsetzen zu können. Die seit Jahren steigenden Pacht­zins-Einnahmen sollen bewahrt, womöglich noch gesteigert werden.

Dies alles sind gute Voraussetzungen, dass Brühl weiterhin zu den Gemeinden gehört mit den geringsten Steuersätzen für Hausbesitzer, Mieter und Gewerbetreibende.

3. Familienfreundliche, sozial integrative Gemeindeeinrichtungen

Der Ausbau der Kinderbetreuung bis zehn Jahre soll bedarfsgerecht weiter­gehen, denn wenn der Trend anhält, was zu begrüßen wäre, brauchen wir weitere Gruppen für unter Dreijährige, für über Dreijährige und auch für Schulkinder, und diese teilweise mit längeren Betreuungszeiten als bisher und mit sozial gerechten Gebühren.

Es ist aber auch an die Weiterentwicklung unserer Grundschulen und ihrer so beliebten Kernzeit- und Horteinrichtungen sowie der Werkrealschule und der örtlichen Realschule zu denken. Der Gemeinderat hat mit meiner Zustimmung beschlossen, die Realschule auf dem Weg zu einer Gemein­schafts­schule zu unterstützen, wenn die Schule das für richtig hält. Für die Grundschulen werden meine Verwaltung und ich Vorschläge gemeinsam mit den Schulleitungen erarbeiten, wie die jüngst von der Landesregierung vorgestellten Möglichkeiten in Brühl und Rohrhof sinnvoll umzusetzen sind.

Bezahlbare Gemeindewohnungen für Alleinerziehende und Familien will ich durch den günstigen Neubau auf Gemeindegrundstücken oder durch die Sanierung vorhandener Gemeindewohnungen anbieten. Zur „Sozialen Integration“ gehören außerdem Angebote für ältere Menschen, etwa die Förderung seniorengerechter Wohnungen, damit alle möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können.

„Sozial integrativ“ schließt auch die Unterstützung kirchlicher Einrichtung sowie der Vereine und Organi­sationen bei ihrer wertvollen Arbeit für das Gemeinwesen mit ein - ob es die Gesangs- und Sportvereine, die Nachbarschaftshilfe, die AG 60 plus, das Netzwerk für kranke und ältere Menschen oder das Gesund­heitsforum sind - allesamt integrieren sie Mitbürgerinnen und Mitbürger in unsere Gemeinde, was in Zeiten des demographischen Wandels besonders wichtig ist. Die Freiwillige Feuerwehr und das Rote Kreuz gehören ebenso dazu, denn auch sie integrieren Menschen und bringen uns allen mehr Sicherheit.

4. Umweltgerechtes Planen und Wirtschaften

Wir wollen die umweltfreundliche Fernwärme weiter sicher ausbauen; sollte das Geothermie­kraftwerk kommen, wäre dies eine weitere Wärmequelle für den Brühler Süden. Das Gasnetz sollte ebenfalls dazu beitragen, dass immer mehr Haushalte auf Heizöl verzichten.

Der Schutz der Umwelt und ein sicherer Betrieb waren auch die Aspekte, von denen sich der Gemeinderat leiten ließ, als er im Sinne der Energiewende das Erdwärme-Kraftwerk anstieß. Doch die als Zukunftsprojekt gestartete Anlage wird inzwischen von einem Teil des Gemeinderates nicht mehr unterstützt, obwohl die Gemeinde vor Vertragsabschluss, der längst rechtsgültig ist, erhebliche Sicherheitsaspekte hat einbringen können. So wurden das „Fracking“ ausgeschlossen und niedrige Lärmwerte festgelegt. In einem weiteren Vertrag haben wir einen „Brühler Ombudsmann“ und die Umkehr der Beweispflicht durchgesetzt, was wahrscheinlich einmalig ist in Deutschland. Doch wer heute seine Meinung von gestern bedenkenlos revidiert, muss sich auch im Klaren sein, dass jeder Bürgermeister sich an Recht und Gesetz halten muss: abgeschlossene Verträge sind nun mal einzuhalten. Niemand kann ohne nachfolgende Konsequenzen das Geothermieprojekt so einfach „vom Tisch“ nehmen. Wer das denkt oder gar behauptet, streut den Brühler Bürgern Sand in die Augen. Diese Tatsache gehört ebenfalls zur gebotenen Transparenz. Wir müssen, wie auch immer, die Gemeinde vor finanziellem Schaden bewahren. Das ist die Pflicht des Bürgermeisters.

Zur Umweltfreundlichkeit trägt auch das Einkaufen vor Ort und in der Region bei. Kurze Wege sparen Zeit und Energie. Deswegen will ich die Erweiterung des vorhandenen Discounters im Ortskern ebenso unterstützen wie die Geschäftswelt insgesamt in der Gemeinde. Sie steht für lebendige Ortskerne und eine wohnungsnahe Versorgung. Das findet man heutzutage selten in einer Gemeinde vergleichbarer Größenordnung. Die halbjährlichen Gespräche mit der Wirtschaft sollen fortgesetzt und der Kontakt mit dem Gewerbeverein, bei dem ich Mitglied bin, aufrechterhalten werden.

Der Natur- und Landschaftsschutz spielt in Brühl eine große Rolle, weil der größte Teil unserer Gemarkung unter Schutz steht. Die diesbezüglich begonnenen Projekte sollen in Zusammenarbeit auch mit dem Landschaftserhaltungsverband Rhein-Neckar weiterentwickelt werden.

Mit dem Umweltförderprogramm sollen weiterhin umweltgerechte und energiesparende Investitionen der Bürger finanziell bezuschusst werden. Es soll auch künftig weiterentwickelt werden. In diesem Jahr planen wir, eine soziale Komponente für das Umweltticket einzufügen.

Überhaupt soll der Öffentliche Personennahverkehr weiter gestärkt werden. Es geht um die gute Anbindung an die künftigen S-Bahn-Haltestellen Rheinau und Hirschacker. Und so werde ich eine frühzeitige Debatte in Brühl und in der Region Schwetzingen darüber initiieren, welche Wünsche und Forderungen für das nächste Gespräch mit dem Konzessionär bezüglich der Busverbindungen anstehen. Die Entscheidung über die Anbindung wird dann im Gemeinderat getroffen - je nachdem, welcher Bedarf besteht und welche Kosten jährlich auf die Gemeinde zukommen.

Die Radwege sollen insbesondere in Nord-Süd-Richtung verbessert werden. Sie sollen deutlicher abseits der Hauptstraßen geführt werden, denn der Platz in der Ortsmitte reicht nicht aus. Auch soll auf der Kollerinsel mit Unterstützung des Landes und des Rhein-Neckar-Kreises ein Radweg angelegt werden. Die Fährverbindung soll in der Folge des Campingplatzprojekts verstärkt werden.

Über die neuen Gemeindewerke Brühl GmbH soll Einfluss auf energiesparendes Verhalten und der dazu notwendigen öffentlichen Infrastruktur genommen werden. Denkbar wäre zum Beispiel, Strom-Ladesäulen an einigen öffentlichen Plätzen zu installieren, so dass Elektroautos während des Parkens wieder aufgeladen werden können. Möglicherweise könnte auch ein Klimaschutzkonzept für Brühl entwickelt werden. Dies hat der Landkreis Rhein-Neckar zwar initiiert, wurde bislang vom Brühler Gemeinderat aber abgelehnt.

5. Förderung von kulturellen und sportlichen Aktivitäten

Zum Wohnwert einer Gemeinde gehören zweifellos auch Angebote im kulturellen und sportlichen Bereich. So will ich das attraktive Kulturangebot der Gemeinde und der Vereine in der Festhalle und in der Villa Meixner fortsetzen. Auch die Gemeindebücherei soll weiter unterstützt werden, und in den nächsten Jahren adäquate Räume erhalten, so dass auch dort kleinere Veranstaltungen, mehr als bisher, angeboten werden können. Die Bläserakademie des Brühler Musikvereins braucht ebenfalls ein größeres Domizil. Hier bietet sich beispielsweise eine herzurichtende Halle oder ein geeignetes Grundstück im Schütte-Lanz-Gewerbepark an: Ein „Musikpark Brühl“ könnte hier entstehen.

Sportförderung nimmt seit Jahren einen prominenten Platz auf der Gemeinderats- Agenda ein. Wir stehen kurz vor dem Spatenstich bei der neuen Gemeindesporthalle in Brühl-Süd. Dort soll in der Folge ein Sportpark als neue Heimstatt für den Fußballverein 1918 entstehen. Dieser könnte dann auch von den über 600 Schülerinnen und Schülern der Marion-Dönhoff-Realschule genutzt werden.

Sport- und Kulturveranstaltungen bringen die Menschen zusammen, sei es nach den Wettkämpfen, sei es beim Feiern der Fasnacht, der Volksfeste, der Weihnachtsmärkte auf der Straße oder in den Sälen. Dieses Gemeinschaftsleben ist so wichtig für die Identität, für den Zusammenhalt in unserer Gemeinde. Und deswegen werde ich die Veranstaltungen weiterhin fördern und auch regelmäßig gerne besuchen.



Gerne nehme ich auch weiterhin Anregungen von Ihnen auf, um gemeinsam mit Ihnen meine ganze Kraft und Erfahrung einzusetzen für unsere Heimatgemeinde Brühl und Rohrhof.

Das amtliche Endergebnis
der Bürgermeisterwahl 2014



  • Wahlberechtigte: 11.586
  • Wähler: 6.368
  • Wahlbeteiligung: 54,96%

Von den abgegebenen 6.339 gültigen Stimmen fielen auf:

  • Göck 3.891 (61,38%)
  • Naber 2.418 (38,14%)
  • Sonstige 30 (0,47%)

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